Auf dem Weg zur Freude

Dankbarkeit öffnet die Tür zur Freude in jeder Situation, mit der du in deinem Leben konfrontiert wirst.


Der Begriff der Dankbarkeit kreuzt zurzeit immer wieder meine Gedanken. Eigentlich ist es ein recht simples Wort, dessen inhaltliche Bedeutung wohl niemandem ganz fremd ist. Wir alle kennen sie, oder?


Wenn wir beschenkt werden, sind wir dankbar. Wenn uns etwas aus der Hand fällt und sich jemand bückt, um den Gegenstand aufzuheben sind wir dankbar. Wenn uns jemand ermutigende Worte zuspricht, sind wir dankbar. Wenn jemand für uns betet, sind wir dankbar. Diese Liste ließe sich wohl noch mit vielen Szenarien füllen, doch worauf ich hinaus will, ist: Versetz dich doch jetzt einmal gedanklich in eine dieser Situationen – Dankbarkeit ist nicht deine einzige Emotion dabei, oder? Schwingt nicht auch Freude über die Art und Weise, wie dir dein Nächster begegnet, mit?


Wenn wir das Beispiel des Beschenkens aufgreifen, ist es wohl sehr eindrücklich, dass Dankbar und Freude oft gemeinsam einhergehen. Wenn du einem Freund ein Geschenk überreichst, wird er sich im Normalfall bedanken und vermutlich seine Freude beteuern.


Hast du jetzt im Geiste auch ein Paar vor Freude strahlender Augen vor dir? Doch Dankbarkeit erstreckt sich viel weiter als auf den Dank für materielle Güter oder als Reaktion auf eine einzige konkrete Situation.

Dankbarkeit ist ein Lebensstil und so wie dein Herz Blut durch deinen gesamten Körper pumpt, so will Dankbarkeit durch das Gesamt deines Lebens fließen.

Was mir momentan immer mehr bewusst wird, ist, dass Freude und Dankbarkeit eng verbunden sind. Wer aufrichtig dankbar ist, dessen Herz ist offen für eine ebenso aufrichtige Freude.

Dankbarkeit ist wie ein Schlüssel mit dem du ein großes Tor aufsperren kannst. Diese Tor ist die Freude.

Warum? Weil Dankbarkeit bedeutet Situationen anzunehmen, wie sie kommen und dabei stets zu wissen, dass wir als Christen zur Hoffnung berufen sind. Dankbarkeit bedeutet mögliche Habitus wie sich zu ärgern oder zornig zu werden, loszulassen. Dankbarkeit bedeutet Ja zu sagen zu dem, was Gott gibt und auch zu dem, was Gott nimmt. Dankbarkeit bedeutet Ja zu sagen zum Leben in Fülle – mit all seinen Ups and Downs. Und nicht nur das. Dankbarkeit bedeutet auch Nein zu sagen, und zwar zur Entmutigung und Verzagtheit. Dankbarkeit bedeutet aus dem Nebel negativer Gefühle herauszutreten, um in den Sonnenschein der Freude einzutreten. Wer Dankbarkeit lebt, findet immer etwas, worüber es sich zu freuen gilt – und das ohne übertriebenen Optimismus. Ich bin überzeugt, dass derjenige der dankbar ist, die Welt ein Stück mehr so sieht wie Gott es tut. Denn wer dankbar ist, sieht die Schönheit und Genialität von Gottes Werken.

Dankbarkeit ist ein Lebensstil, der sich einüben lässt.

Dankbarkeit zieht Gelassenheit mit sich und unter anderem auch deswegen die Möglichkeit zur Freude in allen Lebenssituationen. (Wer meinem Blog schon länger folgt, weiß, dass ich das nicht leichthin sagen kann.) Dabei ist es ganz egal, wie dunkel diese sind, denn Dankbarkeit sieht immer ein Licht und wenn es „nur“ das Wissen darum ist, dass Gott für jene, die ihn lieben alles zum Guten führen wird.

Dankbarkeit weiß zu schätzen, was sie hat und worauf sie noch hoffen darf.

Du kannst mir hier gerne schreiben!

© 2019 by Mag. Magdalena Preineder