Das Phänomen der Verzagtheit und die Antwort der Bibel

Inmitten von Verzagtheit darfst du im Wissen Gottes um dein Morgen Ruhe finden.


Wo sind die Herr der Ringe Fans? 🙋 Kannst du dich an die Szene erinnern als Frodo sich schon kurz vor dem Eingang in den Schicksalsberg befindet, doch seine Kräfte verlassen ihn? Er fällt nieder und kann nicht mehr selbstständig weitergehen. In den vergangenen Wochen habe ich mich ziemlich oft genau so gefühlt. Doch inmitten dieser herausfordernden Zeit habe ich etwas gelernt, und das möchte ich heute mit dir teilen. In Ps 142,4 heißt es:

Wenn auch mein Geist in mir verzagt, du kennst meinen Pfad.

Während es mir vorkam als müsste ich mir gleich Frodo einen Weg durch Orks und Riesenspinnen bahnen, war es genau dieser eine Vers, der immer wieder in meinen Gedanken auftauchte und zu meinem eigenen Gebet wurde. Schauen wir uns den Vers doch einmal näher an:

Wenn auch mein Geist in mir verzagt, …

Gott, der die Schreiber der Bibel inspiriert hat, weiß ganz genau, dass es vorkommen kann, dass der Mensch sich in Verzagtheit wiederfindet. Er weiß darum! Die Bibel erzählt sogar ziemlich oft von Personen, denen es genauso ergangen ist! Das ist kein Grund sich zu schämen oder sich vor Gott zu verstecken. Das bedeutet nicht, dass du etwas „verbockt“ hast. Das bedeutet nicht, dass du in „Ungnade“ vor Gott gefallen bist (du bist immer in seiner Gnade, auch wenn es sich manchmal vielleicht nicht so anfühlt). Also noch einmal: Gott und die Heilige Schrift wissen darum, dass es Verzagtheit im menschlichen Geist geben kann. Und die Bibel antwortet sogar auf dieses Phänomen:

…du kennst meinen Pfad.

Wenn du auch schon einmal verzagt warst, ob über kurz oder lang, dich Fragen und Sorgen gequält haben, dann weißt du, wovon ich jetzt spreche: Wenn du einen Geist der Verzagtheit hast, dann kommen ganz schnell einmal einige der berühmt-berüchtigten W-Fragen auf – Warum? Wieso? Weshalb? … Und auch: Wohin? Wohin soll das alles führen`? Auch das ist Gott und in diesem Fall dem Psalmisten bekannt und deswegen lautet die Antwort darauf, dass Gott deinen Pfad kennt. Weißt du, was das bedeutet? Den Fragen, die dich dann besonders quälen, kannst du mit dem Wissen Gottes begegnen. Diese Fragen sind da, aber du stehst über ihnen, weil du Gott hast. Du musst ihnen keinen Raum geben, es ist nicht nötig, dass du dich in abertausenden Überlegungen und Fragen verlierst, denn Gott kennt deinen Pfad.

Er weiß ganz genau, wohin dein Weg führt und wenn du verzagt bist, ist das vollkommen ausreichend. Du musst deinen Weg jetzt noch nicht kennen, denn er kennt ihn. Es reicht, wenn du dich darauf konzentrierst, den scheinbar unüberwindbaren großen Bergen in deinem Leben von deinem noch viel größeren Gott zu erzählen – und wenn du ihm vertraut, wird er dir einen Weg über diese Berge bahnen.


Also zusammenfassend:

1. Es kommt vor, dass der Mensch verzagt und das ist vollkommen in Ordnung. Das ist menschlich. Gott weiß darum. 2. Du hast aber die richtige Waffe, um die Gedanken der Verzagtheit abzuwehren: Das Wissen um Gottes eigenes Wissen und Macht. Gott kennt deinen Pfad und das reicht. Du musst ihn jetzt in diesem Moment nicht kennen. Du darfst in dem Wissen ruhen, dass Gott deinen Weg ganz genau kennt. Gottes Wissen um dein Morgen reicht.


Kleiner Tipp: Bete in solchen Zeiten besonders mit den Psalmen!

Du kannst mir hier gerne schreiben!

© 2019 by Mag. Magdalena Preineder