Der Teufel lehrt uns, wie man nicht beten soll.

Erst gestern habe ich Mt 4,1-11 betrachtet und dabei ist mir etwas so klar vor Augen getreten, wie ich es bisher noch nie gesehen habe.

Dreimal versucht Satan Jesus:


Wenn du ..., so ... .
Wenn du ..., so ...., denn ... .
Das alles ..., wenn du ... .

Diese Satzstruktur hat mich zum Nachdenken gebracht.


Ist es nicht dieselbe Struktur zu der man auch im Gebet sehr leicht verleitet wird, wenn man irgendein besonders Anliegen ganz akut im Herzen trägt?


Hast du nicht auch schon mal zu Gott in dieser Form gesprochen? :


Wenn du so und so bist, dann mach doch das und hilf da.

Oder: Wenn du das machst, dann will ich für dich dieses und jenes tun.


Also ich schon und ich hab mich ziemlich ertappt gefühlt als ich diese Perikope gelesen habe.


Eine Art Verhandeln mit Gott.


Eigentlich sollten wir nicht sagen "wenn du", sondern "ich weiß, dass du [groß / allmächtig / gut / etc. ...] bist und deswegen weiß ich, dass du helfen kannst und wirst, wenn es deinem Willen entspricht".

Die Art des Teufels ist es Gott in einem negativen Sinne herauszufordern - Gott muss sich erst beweisen.

Die Art zu beten, wie es Gott gebührt, ist, seine Größe und dein Wissen darum zu proklamieren!


Denn Gott will ohnehin das Beste für dich, nur du selbst bist es der nicht immer das Beste für dich will, weil du es nicht als das Beste erkennen kannst. Aber Gott schon.


Preise die Größe Gottes in deinen Gebeten und lege alles weitere in seine Hände - damit meine ich, bitte ihn kühn und mutig, aber lass dich von seinem Willen führen.

Nicht von deinem, der ihm genau vorgibt, wie er zu handeln hat, wenn er diese und jene Eigenschaft erfüllen will. Er weiß schon, was er tut.

Du kannst mir hier gerne schreiben!

© 2019 by Mag. Magdalena Preineder