Verlass das Hamsterrad der Gemütlichkeit!

Viel zu oft hemmt uns eine falsche Geborgenheit. Doch es ist an der Zeit aus der Mittelmäßigkeit auszubrechen. Trau dich in Fülle zu leben.


„Die eigene Komfortzone verlassen“ ist ja zunehmend zu einem Schlagwort geworden. Warum eigentlich? Weil wir es uns oft viel zu gemütlich gemacht haben. Und zwar in Dingen, die uns davon abhalten Träumen nachzujagen, Leidenschaften zu leben, aus der Mittelmäßigkeit auszubrechen.


Heute habe ich es am Herzen mit dir ein Thema anzusprechen, dass mich zur Zeit des Öfteren beschäftigt: Geborgenheit ist nicht immer gut, nämlich dann nicht, wenn sie zu einem sich-gemütlich-machen wird – in Umständen und Situationen, die eigentlich nicht dem entsprechen, was du dir wünscht oder tief in deinem Innersten ersehnst, in denen du aber bleibst, weil sie dir wohl vertraut sind.


Wenn du das aus deinem Leben nicht kennst, freut es mich sehr! Wenn doch, wisse, dass du nicht alleine bist.


Ich denke, dass sich diese Art von schlechter Geborgenheit gerade in besonders wichtigen Lebensbereichen vorfinden lässt: Ich kenne beispielsweise Leute, die in Beziehungen bleiben, in denen sie unglücklich sind (man bedenke, ich spreche hier von partnerschaftlichen Beziehungen, die jedoch nicht durch das Band der Ehe unauflöslich sind), und die in sich den Wunsch tragen diese Beziehung zu beenden, aber sie haben Angst vor dem Neuen, was hinter dem Horizont dieser Beziehung wartet.


Das klingt jetzt vielleicht etwas seltsam, aber ich selbst realisiere immer wieder, dass ich es mir in meinem inneren Schmerz ziemlich gemütlich gemacht habe. Er begleitet mich schon so lange, dass er mir bestens bekannt ist, er ist mir vertraut. Meine Faust zu öffnen, die sich um diesen Schmerz geschlossen hat, macht mir Angst, weil es bedeuten würde, dass ich lernen muss wieder glücklich zu sein – etwas, von dem ich kaum mehr weiß, wie es sich anfühlt. Es würde mich also irgendwie etwas Neues erwarten.


Wie oft lähmt uns solch eine falsche Geborgenheit, Dinge zu tun, die wir eigentlich tun wollen?

Wie oft nimmt uns so eine falsche Geborgenheit, Chancen, die wir lange herbei gesehnt haben?


Viel zu oft. Und ich bin mir sicher, dass ich in diesem Punkt nicht nur für mich spreche.

Deswegen möchte ich dich heute dazu einladen, mit mir auf dein eigenes Leben zu blicken. Gibt es auch bei dir Bereiche, in denen du es dir gemütlich gemacht hast, in denen du dich aber tief in deinem Innersten eigentlich nicht wohlfühlst?


Vermutlich eine der bekanntesten Aussagen von Johannes Paul II. lautet:


„Gebt euch nicht mit dem Mittelmaß zufrieden!“

Weise Worte! Nimm sie dir zu Herzen. Schreib sie in dein Herz.


Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan, aber wenn auch du solche Zonen der Gemütlichkeit hast, dann lad ich dich heute ein ganz konkret auf eine solche Zone zu blicken. Schau sie an und frag dich, was du dir für diesen Lebensbereich eigentlich wünscht. Dann trau dich den nächsten Schritt zu setzen. Brich mit mir aus dem Hamsterrad der Gemütlichkeit aus – auf in ein Leben in Fülle.

Du kannst mir hier gerne schreiben!

© 2019 by Mag. Magdalena Preineder