Von knallenden Türen und Sehnsüchten, die gelebt werden wollen

Du merkst ein Sehnen in dir, doch die Tür scheint zu? Vielleicht will Gott dich in diesem Zeitraum für deinen Dienst vorbereiten.


Du fühlst dich als wärst du auf der Wartebank Leben? Du willst endlich durch die nächste Tür gehen und die Neugier treibt dich um? Willkommen, mir geht's genauso.


Es ist schon seltsam, wie das Leben manchmal spielt. Von einem auf den anderen Moment gehen Türen auf, von denen man nie dachte, dass sie aufgehen würden, obwohl man das, was dahinterliegt, so sehr ersehnte. Und dann steht man da - wie einem Prunksaal, alles ist golden, alles glitzert, alles ist neu, alles empfindet man wie den Schatz, auf den man schon so lange gewartet hat. Endlich scheint dein Augenblick da zu sein. Türen öffnen sich. Und dann passiert es. Du hast einen ersten Blick in den Saal deiner Träume erhascht. Hast "Blut geleckt" und auf einmal ist es als kommt ein starker Windstoß daher, der die Tür vor deiner Nase mit viel Krach zuknallt.


Und du merkst, dass du gar nicht im Saal warst, sondern nur durch die Tür gesehen hast. Jetzt willst du mehr davon. Blöd, dass die Tür zu ist, nicht? Wie geht sie bloß wieder auf? Du willst diese Sehnsüchte leben.

Jesus ist der Schlüssel.

Das klingt vielleicht hart, weil du diese Antwort möglicherweise nicht erwartet hast. Aber Jesus ist der Schlüssel, um all deine Sehnsüchte zu leben.

Die kleine Therese von Lisieux schrieb einmal:

"Je mehr Du schenken willst, umso mehr Sehnsucht weckst Du ja."

Deshalb dürfen wir vertrauen haben, dass wenn das, was wir ersehen gut ist, es von Gott kommt und er helfen wird, die Sehnsucht zu leben. Er wird schenken, was du ersehnst, und was es braucht, um das zu leben, was du ersehnst.Die Frage ist jetzt, warum ist die Tür so knallend zugefallen?

Um die Sehnsüchte, die Gott in unser Herz gelebt hat, würdig zu leben, müssen auch wir würdig sein. Gott braucht Diener, die bereit sind alles zu geben. Gott braucht Diener, die bereit sind, ihm wirklich zu dienen: In der Reinheit des Herzens.

Wenn du beispielsweise ein bestimmtes Charisma ersehnst, und Gott dir die leise Ahnung geschenkt hat, dass er eben dieses Charisma in dir zugrundegelegt hat, oder dich nutzen möchte, um mit diesem Charisma die Gemeinschaft zu stärken und aufzubauen, du aber nur den sanften Duft des Lebens mit dem Charisma vernimmst, dann solltest du dich fragen, warum das so ist. (Das Thema Charisma ist jetzt nur ein Beispiel. Hier ist natürlich zu differenzieren, vielleicht vernimmst du beim Thema Charisma den Duft, weil du es dir so sehr wünscht. Bist aber nicht dazu berufen, dieses Charisma zu leben. Vielleicht ist es also ein schlechtes Beispiel, tut mir leid.)


Warum ist die Tür zu?Weißt du, dein Leben sollte wie Weihrauch vor Gott aufsteigen. Ihn verherrlichen, dich ihn als Lob und Opfer darbringen. Manchmal schließt Gott eine Tür, die nicht für immer geschlossen bleiben wird, um uns für unseren Dienst vorzubereiten. Bei Gott heißt eine Tür, die im Moment geschlossen ist nicht "Nein". Sie kann auch heißen:

"Warte, geduldig, mein Kind, ich brauche dich hier, doch jetzt ist die Stunde nch nicht gekommen. Hab Vertrauen, das ich dir alles schenken werde, wonach du dich in der Reinheit des Herzens sehnst."

Wenn das bei dir auch so ist, dann lass uns gemeinsam warten. Lass uns in dieser Zeit, gemeinsam rein werden, damit Gott uns vollkommen für ihn nutzen kann, denn er ist es wert. Lassen wir auch unsere Sehnsüchte reinigen, um zu prüfen, was er schenkt und sein Wille für unser Leben ist. Nimm diese geschlossene Tür nicht automatisch als ein Nein, sondern nimm sie als eine Zeit des Wartens, in der du dich und in der Gott dich vorbereiten kann. So kann sie dein persönlicher Advent sein.

Du kannst mir hier gerne schreiben!

© 2019 by Mag. Magdalena Preineder