Wie Gott aus Asche Schönheit, aus Ruinen einen Thron machen kann

Gott kann aus Asche, aus jeder Ruine, ganz egal wie zerstört und zertrümmert, Schönheit schaffen. Lass dich von dem definieren, der dich geschaffen hat.


Das Sprichwort God makes beauty out of ashes geht auf Jesaja 61,3 zurück. Dort heißt es:

"Den Trauernden Zions Schmuck zu geben, anstelle von Asche, Freudenöl statt Trauer, ein Gewand des Ruhms statt eines verzagten Geistes."

Viel zu oft erfahren wir das Leben als schmerzvoll. Wir sehen wie einst starke Gemäuer zu bröckeln beginnen, wie die Farbe abblättert und darunter roher Stein zum Vorschein kommt. Oft sind wir selbst das Gemäuer, das nicht mehr weiß, wie es seine Stärke bewahren soll. Ich selbst habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass ich so ein Gemäuer bin, das sich anfühlt, als würde es mehr und mehr zerfallen und eine Ruine zurücklassen. Das zu erkennen, war schmerzhaft. Eine tragende Mauer - das wollte ich sein, aber doch keine Ruine, nichts zerfallenes. Und schon gar nicht wollte ich, dass jemand meine Schwäche sieht. Ein Zitat von Unbekannt lautet:

"She falls apart day by day, like wilted rose petals."

Als ich diese Worte zum ersten Mal gelesen habe, gingen sie mir sehr nahe, für meinen Geschmack viel zu nahe, denn sie drückten aus, was ich empfand. Und da war sie wieder, die Frage, wie ich stark sein könne, wenn selbst meine Fassade schon bröckelt. Der Blick auf mich selbst und mein Leben tat weh, denn dort musste ich mitansehen, wie ein Stein nach dem anderen, aus der vermeintlich tragfähigen und standhaften Mauer fiel, die ich so sehr sein wollte. Ich wollte stark sein. Um jeden Preis. Selbst wenn ich dabei nur nach außen hin stark war und innerlich immer mehr zerbrach. Was ich jedoch lernte, ist, dass es das nicht wert ist. Außerdem lernte ich, dass ich stärker bin, wenn ich mich traue, auf meine Schwächen zu schauen, sie anzunehmen und den entscheidenden Schritt mache: Sie Christus hinhalte.

Gott kann aus Asche, aus jeder Ruine, ganz egal wie zerstört und zertrümmert, Schönheit schaffen.

Genau das durfte ich in meinem Leben erfahren. Als ich begonnen habe, Christus all die Steine, die aus dem Mauerwerk herausgebrochen waren, hinzuhalten, begann er einen Thron daraus zu bauen. Einen Thron für sich selbst, für ihn, den König. Er ermöglichte es mir, dass aus meinem Herzen wieder ein Schloss wurde, das Schmerz tragen kann ohne daran zu brechen, weil ich jeden Stein Christus hinlegen kann, damit sein Thron in meinem Herzen noch größer werde.Der, der jetzt in meinem Herzen thront, hat am Kreuz bewiesen, dass nicht mal der Tod etwas über mein Leben zu bestimmen hat. Und so auch nicht all der Schmerz, den diese Welt zu bieten hat.

Ich lernte beziehungsweise lerne auch heute noch zunehmend mich von dem definieren zu lassen, der mich geschaffen hat.

Du kannst mir hier gerne schreiben!

© 2019 by Mag. Magdalena Preineder